Rallyfahrer oder Motorsportdenkmal – Kaliningrad (Stage 14)

Auf unserem Weg nach Kaliningrad sind wir über die Kurische Nehrung in Richtung Nida gefahren, um dort bei leichtem Regen über die Grenze in die russische Enklave zu fahren. Bereits auf dem Weg durch die wunderschöne Landschaft (hier könnte die Ostsee vielleicht wirklich am schönsten sein) hörten wir über Funk, dass der normalerweise wenig frequentierte Grenzübergang mit der Anzahl der Fahrzeuge völlig verstopft war. Wartezeit ca. 6,5 Stunden.

Der Entschluss, die Grenze bei Tilsit zu überqueren war schnell gefasst. Zwei Stunden später standen wir auf Litauer Seite am Grenzübergang – und es passierte nichts. Es gelang uns ein Team zu erreichen , dass bereits im Grenzstreifen stand – seit 17 Uhr, wie wir erfuhren. Mittlerweile war es 22 Uhr.Die Ausreise aus Russland nach Polen würde den Berichten nach weitere 3-4 Stunden in Anspruch nehmen.

Wir sind kein Motorsportdenkmal. Weder ein russisches, noch ein polnisches. Wir sind Rallyfahrer, also fahren wir – außenrum! Im mittlerweile strömenden Regen auf überfluteten Straßen.
Den 6 Stunden Wachrhythmus fahren wir auch beim Segeln ganz erfolgreich. Einer fährt, die Freiwache hat die Pflicht zur Ruhe und Erholung.

So gerne wir die Russische Exklave besucht hätten, so gerne wir die Länder auf dieser Rally „vollgemacht“ hätten – ca. 11 Stunden an der Grenze zu verbringen ist so kurz vor Ende der Rally einfach zu viel. Ob zuviele Fahrzeuge, Embargo oder Nato-Manöver der Grund für die Schwierigkeiten an der Grenze sind und welche Rechnung auf polnischer Seite beglichen wird, wer weiß. Vielleicht sind die Wartezeiten auch ganz normal. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

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